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Anlässlich des Frauen*Kampftages am 8. März wird es in Berlin zahlreiche Aktionen, Demonstrationen und einen feministischen Streik geben. Als Beratungsstelle, als Unterstützer*innen von geflüchteten und migrantischen Frauen* und als prekär und ehrenamtlich im sozialen Sektor arbeitende Frauen* kämpfen auch wir mit.

Der gesellschaftliche und politische Rechtsruck der vergangenen Jahre führt zu einer zunehmenden Verschlechterung der Situation für geflüchtete und migrantische Frauen*. Die Prekarisierung der Lebensverhältnisse, z.B. in den Ankerzentren, und der Abbau von Rechten im Asylverfahren sind besonders auch ein Angriff auf geflüchtete Frauen* und ihre Selbstbestimmung. So müssen Frauen* im Asylverfahren teilweise während der Schwangerschaft und mit Neugeborenen in Notunterkünften leben und haben wenig Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung. In Asylverfahren, einige davon stark beschleunigt, haben Frauen* kaum die Möglichkeit entscheidungsrelevante, oft tabuisierte, genderspezifische Fluchtgründe vorzutragen.

Dabei wären gerade für geflüchtete Frauen* sichere Räume und Unterstützung besonders wichtig, da fast alle auf der Flucht körperliche, psychologische und sexualisierte Gewalt erleben. Diese wird unter anderem durch Europas rassistische und klassistische Grenzpolitik ermöglicht.

Zudem sind Geflüchtete* und migrantische Frauen* in besonderem Maße von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Sie leisten viel reproduktive Arbeit z.B. in der Pflege, als Reinigungskräfte und als Mütter*, für die sie schlecht oder gar nicht bezahlt werden.

Die mangelnde Wertschätzung für reproduktive und unterstützende Arbeit bemerken wir auch in der KuB. Auch hier wird der größte Teil der Arbeit nicht oder nur prekär bezahlt. Ein Großteil der hier prekär und ehrenamtlich arbeitenden Menschen sind Frauen*, sowohl mit als auch ohne Migrationsgeschichte.

Wir wollen diese Zustände nicht akzeptieren! Wir rufen dazu auf, am 8. März und immer gemeinsam gegen patriarchale und rassistische Verhältnisse zu kämpfen.

  • Solidarität mit den Forderungen zum Frauen*Kampftag und den streikenden Frauen* weltweit

  • Für die Wahrung der Rechte von allen Frauen* auf Selbstbestimmung und Sicherheit, auch während und nach Flucht und Migration

    → Gegen rassistische und rechtspopulistische Asylpolitik

    → Gegen (sexualisierte) Gewalt an Frauen* - immer und überall

  • Für (bessere) Bezahlung reproduktiver Arbeit und Arbeit zur Unterstützung von Geflüchteten und Migrant*innen

  • Für einen antirassistischen, interdependenten Feminismus:

    → Gegen rassistische Diskurse über migrantische und geflüchtete Frauen*, welche ihnen ihre Selbstbestimmung und -wirksamkeit absprechen

    → Gegen die Instrumentalisierung von Gewalt an Frauen für rassistische und antimuslimische Hetze